PCB-Sanierung in der Sekundarschule Heinrich-Lübke-Schule ebenfalls nötig

Nachdem die Untersuchungen auf Schadstoffbelastungen im Gymnasium Petrinum ergeben haben, dass eine PCB-Sanierung durchzuführen ist, wurden durch das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement auch die anliegenden Räume des Teilstandortes der Sekundarschule auf Innenraumschadstoffe untersucht. Diese Untersuchungen wurden ebenfalls durch das Sachverständigenbüro für Baubiologie, Frau Dipl.-Ing. M. Clemens-Ströwer, durchgeführt.

 

Die Messergebnisse liegen inzwischen vor und wurden den Lehrkräften, Vertretern der Eltern und Schüler sowie dem Ausschuss für Planen und Bauen der Stadt Brilon in der gestrigen Sitzung bereits vorgestellt. Ein Informationsabend für Schüler und Eltern findet am heutigen Donnerstag, 06.06.2019, in der Schule statt.

 

Untersucht wurden auch hier Stoffe und Materialien wie Holzschutzmittel, Formaldehyd, PAK, KMF, VOC, Asbest, Schimmelpilze und PCB.

 

Während für die Holzschutzmittel, Formaldehyd, PAK, KMF und VOC keine nennenswerten und handlungsbedarf auslösenden Werte festgestellt wurden, ergaben sich für die letzten drei aufgeführten Stoffe teilweise Werte, die kurz-, mittel- oder langfristige Maßnahmen notwendig machen.

 

Auch wenn eine akute gesundheitliche Gefährdung nicht gegeben ist, sind sich die Beteiligten einig, auch hier sofort und umfassend tätig werden zu wollen; dies ist auch der ausdrückliche Wille der Stadt Brilon als Schulträger.

 

Eine Sanierungsdringlichkeit besteht bei den gefundenen festgebundenen Asbestprodukten nicht, sofern keine Arbeiten an den Materialien vorgenommen werden. Da sich in einem Raum die Fensterbänke in unmittelbarer Nähe der Nutzer befinden und zum Teil bereits Beschädigungen vorliegen, werden diese Fensterbänke zeitnah fachgerecht entsorgt und durch Holzbauplatten ersetzt.

 

Der Schimmelbefall in einem Kellerraum sowie in zwei weiteren Räumen im UG wird ebenfalls möglichst zeitnah beseitigt.

 

Die Messungen der Raumluft ergaben auch in diesem Gebäude PCB-Belastungen, die im Bereich über 300 Nanogramm pro Kubikmeter liegen. Konzentrationen unter 300 Nanogramm pro Kubikmeter sind als langfristig tolerabel anzusehen und bezeichnen den Sanierungszielwert (sog. Vorsorgewert). Dieser Wert kann ohne weitere Maßnahmen nicht erreicht werden.

 

Aufgrund der Messergebnisse ist somit auch in diesem Gebäude eine PCB-Sanierung erforderlich. Als Sofortmaßnahme wurde die Reinigung der Räume bereits intensiviert. Ebenfalls sollen die Räume sorgfältig gelüftet werden. Nach den Empfehlungen des Umweltbundesamtes kann bereits durch diese Maßnahmen der PCB-Gehalt in der Luft deutlich reduziert werden.

 

Um zu verhindern, dass es bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen zu akuten gesundheitlichen Gefährdungen kommt, werden alle Maßnahmen prozessbegleitend mit dem Gesundheitsamt des HSK abgestimmt.

 

Im nächsten Schritt wird nun ein Ing.-Büro für die Schadstoffsanierung gesucht. Die Sanierung soll parallel zum Schulbetrieb erfolgen. Um einen reibungslosen Schulbetrieb zu gewährleisten wird über eine Containerlösung nachgedacht.