Das 1000jährige Brilon

(aus: "Brilon, wie es war und wurde" von Theodor Tochtrop)

 

973:

Älteste urkundliche Erwähnung des Namens Brilon in einer Schenkungs­urkunde Ottos II. vom 04.06.973.

 

1220:

Erzbischof Engelbert gründet um 1220 die Stadt Brilon.

 

1250:

Die Propsteikirche wird im spätromanischen Stil erbaut. Das Rathaus wird im romanischen Stil mit Barockfassade erbaut, in diesem Baustil das älteste Rathaus Deutschlands.

 

1276:

Weihe der Kirche.

 

13. und 14. Jahrhundert:

Brilon wird unter dem Schutz seiner Mauern durch Gewerbefleiß und Handel eine blühende Stadt.

 

1350:

Brilon zählt 500 - 600 Häuser und etwa 3000 Einwohner.

 

1360:

Brilon hat einen Marktbrunnen mit Zuleitung des Wassers durch gebohr­te Eichenrohre.

 

1362:

Eine Kriegsordnung regelt die Verteidigung der Stadt

 

1388:

Erster Briloner Schnadezug.

 

1417:

Die Briloner Schützenstatuten, die ältesten Westfalens.

 

1444:

Brilon wird in den Rang einer Hauptstadt im Herzogtum Westfalen erhoben.

 

1506:

Humpert gießt die Briloner Bürgerglocke.

 

1583:

Die heute älteste Glocke der Propsteikirche wird von Humpert gegossen.

 

16. Jahrhundert:

Durch zahlreiche Ankäufe, durch Landflucht und den Erwerb von Dorf und Gericht Altenbüren (1524) weitet die Stadt ihren großen Besitz erheblich aus.

 

1632:

Die Stadt wird im Dreißigjährigen Krieg von den Hessen eingenommen und gebrandschatzt.

 

1653:

Gründung des Klosters und der Schule der Minoriten durch den Lan­desherrn.

 

1676:

Die Rochuskapelle wird wegen der damals herrschenden Pest erbaut.

 

1767:

Erbautes Bauernhaus mit historischer Einrichtung; das heutige Schul­tenhaus.

 

1782:

Im wesfälischen Spätbarock- und Rokokostil wird die Nikolaikirche erbaut.

 

18. Jahrhundert:

Vier Brände (1742, 1746, 1758, 1791) vernichten zusammen 439 Wohn­häuser.

 

1797/98:

Aufruhr und Tumult gegen die neue Rats- und Wahlordnung des Kur­fürsten.

 

1802 - 1816:

Brilon unter hessischer Herrschaft.

 

1818:

Brilon wird preußisch und Sitz einer Kreisverwaltung.

 

19. Jahrhundert:

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts werden die Stadtmauern abgetragen. Die städtische Siedlung weitet sich nach allen Richtungen aus.

 

1848:

König Friedrich Wilhelm IV. gestattet wieder den Schnadezug, der 10 Jahre lang verboten war.

 

1883:

Fertigstellung der Ruhrtalbahn.

 

1898:

Eröffnung der Eisenbahnlinie Belecke - Brilon.

 

1900:

Eröffnung der Eisenbahnlinie Paderborn - Brilon-Wald.

 

1905:

Brilon zählt 5000 Einwohner.

 

1920:

Die Ansiedlung bedeutender Industrieunternehmen in den beiden folgen­den Jahrzehnten (Dominit-Werke, Accumulatorenwerke Hoppecke, Holz­werke Henning, Nolte-Möbel GmbH) bewirkt eine lebhafte Entwicklung.

 

1945:

Der Zweite Weltkrieg fordert 400 Todesopfer; einem Luftangriff fallen 1945 39 Menschen zum Opfer; am 29. März wird die Stadt von amerika­nischen Truppen besetzt.

 

1946/47:

Über 1600 Vertriebene und Flüchtlinge finden in Brilon Aufnahme.

 

1950:

Brilon zählt 10.000 Einwohner.

 

1957:

Das Goethe-Institut wird eröffnet und 1974 wieder geschlossen.

 

1969:

Die Stadt zählt 15.000 Einwohner.

 

1970:

Brilon begeht die 750-Jahr-Feier der Stadtgründung.

 

1950 - 1975:

Eine umfangreiche Bautätigkeit: Entstehung der Siedlung Petersborn, Ausbau der Straßen und die Schaffung öffentlicher Einrichtungen (Alfred-Delp-Haus, Kolpinghaus, St.-Engelbert-Altenheim, Kranken­haus in der Helle, Hallenbad, Jugendherberge, Kreishaus, Verwaltungs­gebäude des Amtes Thülen, Schulzentrum, großräumiger Kurpark ...) sowie zahlreicher moderner Kaufhäuser prägen heute das Bild einer modernen Stadt mit großer Tradition.

 

1973:

1000jährige Tradition des Dorfes Altenbrilon.

 

1975:

Bildung der Großgemeinde Brilon durch Zusammenschluss des Amtes Thülen (Alme, Bontkirchen, Hoppecke, Madfeld, Messinghausen, Nehden, Radlinghausen, Rixen, Rösenbeck, Scharfenberg, Thülen, Wülfte) sowie Altenbüren und Esshoff.

 

 

Nach der kommunalen Neugliederung entwickelte sich die Stadt Brilon wie folgt:

 

1985:

Konkurs eines der größten regionalen Arbeitgeber, über 16 % Arbeitslo­senquote.

 

1988:

600jähriges Jubiläum des Briloner Schnadezuges.

 

1989:

Ansiedlung/Bau des modernsten Spanplattenwerks Europas (Firma Eg­ger - 250 Mio. DM Investitionssumme) und im Verlaufe der Jahre An­siedlung weiterer zahlreicher Betriebe; wirtschaftlicher Aufschwung der Stadt Brilon. Im Osten der Stadt entstanden in den letzten 10 Jahren über 100 Unternehmen mit mehr als 1.800 Arbeitsplätzen.

 

1992:

Durchführung der Westfälischen Hansetage.

 

1995:

Brilon begeht die 775-Jahr-Feier der Verleihung der Stadtrechte im Rahmen eines großen Stadtfestes.

 

1996:

25-jähriges Partnerschaftsjubiläum Brilon - Heusden-Zolder.

1999:

Wahl des 1. hauptamtlichen Bürgermeisters.

2000:

Verleihung der staatlichen Anerkennung als Kneipp-Kurort.