Altenbüren


Lage

Wappen des Ortsteils Altenbüren

Altenbüren liegt an der Ost-Westachse der Bundesstraße 7 mitten im Hochsauerlandkreis. Durch Altenbüren führen die für den überregionalen Verkehr wichtigen vorgenannte B7 und die B 480. Sie bilden in Ost-West Richtung die Verkehrsachse Meschede-Brilon-Marsberg und in Nord-Süd Richtung Paderborn - Olsberg - Winterberg. Die K 57 verbindet Altenbüren mit Scharfenberg und der im Möhnetal verlaufenden B 516. Brilon liegt rund vier Kilometer östlich.

 


Ortsbild

Von den Hängen des  Steinbergs überschaut man die gesamte Ortslage. Auffallende Merkmale des Siedlungsbildes ist eine für das Sauerland  typische „Schwarz - Weiß - Architektur". Der alte Dorfkern mit seinen großen landwirtschaftlichen Gebäuden wird von einem ausgeprägten, weitgehend erhaltenen, von Streuobstweiden und -Wiesen bestimmten Ortsrand, begrenzt.

 

Deutlich sind die einzelnen Phasen der Siedlungsentwicklung entlang der Hauptverkehrsachsen und an den Hängen von Kreuzberg, Haar und Warenberg zu erkennen. Die leicht ansteigenden Hänge begünstigten die jüngere Siedlungsentwicklung mit vornehmlich Wohnbebauung. Die Hanglage des Steinberges wurde von der Bebauung freigehalten.

 

Im Bereich des Dorfkerns, den zwei Bundesstraßen durchschneiden, ist das dörfliche Erscheinungsbild kaum mehr bewahrt.

 

Neben dem Dorfmittelpunkt hat sich ein ruhiger Bereich um die Kirche und an der Straße "Am Burghof" gebildet. Der in den letzten Jahren angelegte Dorfplatz an der Brilonerstraße / Kreuzbergstraße lockert den Dorfkern auf.

 

Die Sport- und Freizeitanlagen Altenbürens befinden sich in der östlichen Ortslage, ebenso die Schule.

 

Höhenlage: Dorfmitte 464 m ü.NN     Anzahl der Haushalte:  ca.  450


Wirtschaft und Soziales

Altenbüren hat ca. 1380 Einwohner. Die Einwohnerzahl ist seit Jahren steigend, bedingt durch die Gewerbegebiete in Altenbüren und  der nahen Industriegebiete in Brilon. Die hervorragenden Verkehrsverbindungen nach Brilon  (Schulen), Olsberg (Schulen) und in Richtung Bestwig machen den Ort attraktiv. In den ansässigen Gewerbegebieten sind ca. 140 Personen beschäftigt.

 

Im Mischgebiet an der Alten Heeresstraße besteht die Möglichkeit neben der Wohnbebauung auch kleinere Gewerbegebiete anzusiedeln.

 

Das Interkommunale Gewerbegebiet nördlich der Alten Heeresstraße dient der Betriebserweiterung der dort ansässigen Betriebe und der Ansiedlung neuer Betriebe.

 

Im Dorfbereich ist noch ein landwirtschaftlicher Betrieb ansässig. Außerörtlich sind noch 3  Haupterwerbsbetriebe angesiedelt. Die insgesamt ca. 700 ha große landwirtschaftliche Nutzfläche setzt sich zusammen aus ca. 500 ha Grün- und ca. 200 ha Ackerland.

 

Mit einer Schützenhalle, einem Rasensportplatz mit Zuschauertribüne, einem Trainingsplatz, zwei Tennisplätzen und zwei Spielplätzen mit je ca. 500 qm ist die Sportinfrastruktur außergewöhnlich gut. Die Schule befindet sich direkt an den Freizeiteinrichtungen.

 

Durch das vielfältige Angebot der vielen Vereine sind die sozialen Spannungen sehr gering. Die einzelnen Bevölkerungsgruppen sind in den Vereinen integriert.


Geschichte

1338 wurde Altenbüren unter dem Namen Dorpburen zum ersten mal beim Grafen von Horhusen in einer Grundstücksangelegenheit erwähnt. Daher auch der Horhusener Balken in unserem Dorfwappen. Weiter sehen Sie ein Radkreuz im Wappen. Dieses finden wir auch in unserer Kirche und auf einigen Kreuzwegstationen, von der die älteste um 1756 erbaut wurde. Zurück zur Dorfgeschichte. Das Dorf wurde 1338 zum ersten mal erwähnt. Die Geschichte unseres Ortes liegt aber viel weiter zurück. Denn auf der Briloner und Altenbürener Hochebene sind viel früher einige Hofflächen entstanden. So wird von einem Hof im Jahr 1254 berichtet, der überfallen und verwüstet, aber nicht wieder aufgebaut wurde. Da es auch früher einiges zu klären gab, finden wir um 1405 Unterlagen vom Freigericht zu Altenbüren. Zu dieser Zeit wurde auch eine Kirche in Altenbüren errichtet. Diese ist in einer Karte von 1535 bereits eingezeichnet. Die älteste Urkunde der Kirche datiert auf 1553. Als Kirchenpatron wird Johannes Baptist genannt. In den Jahren von 1538 bis 1648 begann eine schlimme Zeit für die Bevölkerung von Altenbüren und den ganzen westfälischen Raum. Diese Zeit war von Plünderungen und Brandschatzungen geprägt, wobei die Bevölkerung völlig verarmte. Als 1648 der westfälische Frieden geschlossen wurde, ging es in Altenbüren an den Wiederaufbau, wobei hauptsächlich Schaf- und Schweinezucht betrieben wurde.

Dann kamen die beiden Weltkriege, die auch für Altenbüren schwere Zeiten brachten. Am Gründonnerstag, dem 29. März 1945 drangen amerikanische Panzerverbände in den Süden des Kreises Brilon ein. Die heutige B 7 war mit flüchtenden Soldaten, Sanitätskolonnen, Nachschubeinheiten und freigewordenen französischen, russischen und polnischen Kriegsgefangenen überfüllt. Am Nachmittag wurde Brilon von den Amerikanern besetzt. In Altenbüren wurde vom Volkssturm und vom Reichsarbeitsdienst Widerstand geleistet. Es blieb ruhig bis zum Ostermontag, dem 2. April. Morgens, während der heiligen Messe, schlugen Granaten in das Kirchendach ein und verletzten einige Kinder. Der Feuerüberfall hörte nach wenigen Minuten auf. Gegen 15.00 Uhr näherten sich amerikanische Panzer und Infanterie dem Dorf. Gleichzeitig setzte von Brilon her Artilleriebeschuß ein. Als den anrollenden Panzern Granatwerfer- und Maschinengewehrfeuer entgegenschlug, antworteten diese mit Brandgranaten, die 25 Häuser in Brand setzten. Um 17.00 Uhr nahmen die Amerikaner das Dorf ein.

In den Altenbürener Familien waren in den Kriegsjahren von 1914-1918 und 1939-1945 insgesamt 46 Gefallene und 21 vermißte Soldaten zu beklagen. Alleine am 2. April 1945 sollen in und um Altenbüren insgesamt 168 Menschen umgekommen sein. So hat der unselige Krieg auch in Altenbüren viel Leid und Elend unter die Bevölkerung gebracht. Dieses war die schlimmste Zeit in der Altenbürener Geschichte.

 

 


Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Johannes und Baptist


Der älteste Teil der Kirche, der 32 m hohe Kirchturm, stammt aus dem Jahre 1553, Chor und Sakristei stammen aus dem Jahre 1770. Das Langhaus selbst wurde zwischen 1805 und 1807 neu erbaut. Sehenswert ist der Taufstein, der 1778 von einem Bruder des Minoritenklosters Brilon aus schwarzem, weißgeädertem sauerländer Marmor gefertigt wurde.

 

Sehenswert ist auch der Brunnen auf dem Kirchhof.

Kreuzweg

Auch der Kreuzweg zu Altenbüren ist sehenswert. Einige der Stationen stammen noch aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Vom Endpunkt des Kreuzweges, dem Windsberg, hat man einen schönen Blick auf die Höhen des Arnsberger Waldes.

Dorfplatz

Dorfplatz mit Gerichtsplatz

Mittelpunkt des Dorfes ist der direkt im Ortszentrum, auf dem Gelände des alten Gasthauses Tüllmann, äußerst stilvoll angelegte Dorfplatz. Dieser wurde mit erheblichen Eigenleistungen der Altenbürener geschaffen.

An dieser Stelle ist der alte Möhnekump zum größten Teil aus der alten Steinsubstanz wieder aufgebaut worden. Dieser geschichtsträchtige Blickfang markiert den Mittelpunkt den Dorfplatzes. 

Im hinteren Bereich ist die aus der Geschichte hergeleitete "Burer Linde" gepflanzt und der dazugehörige, überlieferte Gerichtsplatz, mit Stein und Schwert, aufgebaut. An dieser Stelle wurde früher Gericht gehalten.

Die gepflegten Rasenflächen, Buchsbaumhecken und blühenden Sträucher geben diesem geschichtsträchtigem Ort einen ansprechenden Rahmen.

Je nach Jahreszeit kann der Besucher hier auch den Altenbürener Maibaum oder Weihnachtsbaum bewundern. Zu empfehlen ist auch der Altenbüerener Weihnachtsmarkt während der Advetszeit, der ebenfalls auf dem Dorfplatz aufgebaut wird.  

Brunnen auf dem Dorfplatz
Gerichtsstein

Gemälde an der Hausfassade des Restaurants Kievel und Lore

Ein weiterer Blickfang im Dorfzentrum ist das zum Teil in Fachwerk und zum Teil mit Gemälden des Altenbürener Malers Scheuer gestaltete Restaurant Kievel.

 

Vor dem Restaurant steht als kleines Denkmal eine auf Schienen gestellte Lore, die an den "Schwarzen Bruch" mit den "Schwarzen Brüdern" (Bergleute) erinnern soll.


Grundversorgung

1 Bäckerei mit Cafe


Gewerbe und Industrie

Folgende Betriebe sind in Altenbüren angesiedelt:

O BMS (Stahlbauunternehmen)

 

O Aulich & Rennecke (Glasbauunternehmen)

 

O Spedition Becker

 

O Göke Hoch- und Tiefbau

 

O Stappert & Andreas (Industriemontagen)

 

O Kranverleih Reermann

 

O Witte (Dreherei & Maschinenbau)

 

O Hüpping (Dachdecker)

 

O Bau- und Möbelschreinerei Pantel

 

O Schreinerei Schmücker

 

O Hermes (Busunternehmen)

 

O KFZ-Handel Kaulmann


Verkehrsanbindung

...mit dem PKW

aus Richtung Dortmund A 44 dann Richtung Arnsberg (A 445), bis zum Ende durchfahren, dann immer geradeaus, durchfahrt von Bestwig, Nuttlar und Antfeld

 

aus Richtung Kassel A 44, Richtung Marsberg / Diemelstadt folgen, durch Westheim, Marsberg der Richtung Brilon folgen, dann Richtung Meschede  

 

...per Bus 

Busse nach Brilon und Olsberg fahren werktags stündlich, Schnellbusverbindungen

 

...per Bahn

Bis Bahnhof Brilon-Wald, dann mit dem Bus über Brilon nach Altenbüren

 

Hier finden Sie das gesamte Nahverkehrsangebot

 


Kindergarten

Im Kindergarten "Steinbergstrolche" in Altenbüren wird ihr Kind optimal betreut. Informationen zum Kindergarten finden Sie hier.


Schulangebot

... im Primarbereich (Grundschulbereich)

Die Grundschule Altenbüren bildet gemeinsam mit der Ratmersteinschule in Brilon und der Grundschule Scharfenberg einen Schulverbund. Für nähere Informationen, welche jahrgänge an welchem Standort unterrichtet werden, wenden Sie sich bitte an die Schulleitung. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

 

... im Sekundarbereich I (weiterführende Schulen)

Den Schülern der Sekundarstufe I werden in Brilon alle Schulformen angeboten.

Hier finden Sie einen Überblick aller Schulen im Stadtgebiet.


Weitere Informationen zum Ort finden Sie im ortseigenen Internetportal www.altenbueren.de