Hoppecke

Wappen des Ortsteils Hoppecke

Inmitten von mit Buchen- und Fichten bewaldeten Bergen, mit Höhen bis zu 641 m über NN, liegt Hoppecke. Durch den Ort schlängelt sich das Flüsschen gleichen Namens. Die Talsohle des Dorfes liegt 389 m über NN.

 

 

Geschichte:

Um 1103 hatte Hoppecke jährlich 50 Ztr. Blei an die Abtei Corvey a.d. Weser abzuliefern. Aus der ursprünglichen Ortsbezeichnung "Hottepe" ist rückzuschließen, dass die Namensgebung für Ort und Fluss zwischen 800 und 900 erfolgt sein muss. Entlang des Flusslaufs der Hoppecke, der anfangs größtenteils im Besitz der Adeligen "v.Hottepe" war, sind während des gesamten Mittelalters Hütten und Hammerwerke betrieben worden. Die heute nicht mehr vorhandene Burg (befestigtes Haus mit Wassergraben im Ortszentrum) war Wohnsitz namhafter westfälisch-waldeckischer Adelsfamilien, wie z.B. v. Hottepe, v. Dorfeld, Wolf v. Gudensberg, v. Westphalen, v. Oeynhausen usw. Ab 1906 gründet der damalige Gutsbesitzer, Landrat Heinrich Jansen, auf seinem Hoppecker Gutgelände eine Sprengstoff-Fabrik mit mehreren 100 Beschäftigten. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen entwickelte sich daraus u. a. das für den hiesigen Raum bedeutende Accumulatorenwerk Hoppecke. Der Einzugsbereich dieses Industrieunternehmens reicht über den Hochsauerlandkreis hinaus bis in die Kreise Paderborn und Waldeck. Heute hat Hoppecke etwa 1200 Einwohner.

 

Historisch bedeutsame Gebäude:

 

1. Alte Kirche

 

Erbaut um 1150. Beachtenswert sind Reste von sog. Lippoldsberger Konsolen, die mit eindrucksvoller romanischer Flachornamentik geschmückt sind, wie sie sonst nirgends im Sauerland vorkommt. Zusammen mit der Kirche des Nachbarortes Thülen stellt die Hoppecker alte Kirche eines der zwei ältesten Bauwerke im heutigen Stadtgebiet von Brilon dar, die bereits 70 Jahre vor der Gründung der Stadt Brilon erbaut worden sind. Beide Pfarreien zählten zu den Grenzpfarreien der mittelalterlichen Diözese Paderborn gegenüber dem kölnischen Brilon. Hoppecke war bis 1560 selbständige Pfarrei mit eigenem Plebanus bzw. Rector Ecclesiae. 1702 wurde die Kirche laut Türinschrift restauriert.

Foto der Kirche in Hoppecke

2. Neue Kirche

 

Erbaut 1931. Barockaltar von 1705 mit Stifterwappen der Ww.A.D.v.Westphalen sowie Statuen der hl. Liborius und Vitus, der Schutzpatrone von Paderborn und Corvey. Barockmadonna ebenfalls um 1700. Alte und neue Kirche sind baulich miteinander verbunden. Kirche täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

 

3. Peter Hendricks Haus

 

Hervorragend restauriertes westfälisches Fachwerk-Bauernhaus, mit vielen lateinischen und deutschen Inschriften, Psalmversen, Sprüchen und Ornamenten versehen. Bausubstanz 1669 erstellt, 1798 erneuert bzw. vergrößert.

 

4. Wilmes Haus

 

Bereits vor der Bildung der heutigen Großgemeinde Stadt Brilon gehörten zwei Straßenzüge von Hoppecke seit dem Mittelalter zum Stadtgebiet. Genau auf der Grenze befindet sich Wilmes Haus, sodass bis vor wenigen Jahren eine Haushälfte zur Gemeinde Hoppecke und die andere zur Stadt Brilon gehörte. Der historische Briloner Schnade-Grenzbegang, der im Turnus von 10 Jahren Hoppecke berührt, führt somit zum Gaudi der Teilnehmer und Zuschauer mitten durch dieses Haus. Ein weiteres Kuriosum dieses Hauses war, dass bis 1900 für Ehen in Hoppecke römisches Recht galt, dagegen in Brilon preußisches Recht. Das hatte zur Folge, dass in der einen Haushälfte Gütergemeinschaft bestand und in der anderen Gütertrennung. Im Mittelalter befand sich in der Nähe dieses Hauses ein Schlagbaum der Stadt Brilon. Von daher rührt eine heute noch vorhandene Hoppecker Straßenbezeichnung "Auf der Schlage".

 

5. Villa des Landrats Heinrich Jansen

 

Am Nordrand des Dorfes, unterhalb des Bilsteins gelegen, steht die sog. Villa, die wegen ihres Turmes von Ortsunkundigen nicht selten zuerst mit einer Kirche verwechselt wird. Sie war erbaut und bewohnt vom Gerichtsassessor Heinrich Jansen, der für Hoppecke und die engere Region von außerordentlicher Bedeutung gewesen ist. 1901 kaufte er das Rittergut Hoppecke. 1906 baute er auf seinem Gutgelände eine Sprengstoff-Fabrik. Von 1909 - 1936 war er Landrat des Kreises Brilon und hat sich erfolgreich um Industrieansiedlungen und somit um Arbeitsplätze für die Bevölkerung einer nicht mit Reichtümern gesegneten Landschaft bemüht.

 

Freizeitangebot:

 

Schwimmen:

 

  • Modernes, freundliches Hallenbad im Ort.
  • Sauna im Hallenbad.
  • Wald-Freibad Gudenhagen 3 km.
  • Diemeltalsperre 8 km.
  • Tretbecken

 

Tennis:

 

  • Tennisplatz im Ort.

 

 

 

Wandern:

 

 

  • Die Wälder erstrecken sich bis unmittelbar an den Ortsrand.
  • Zwischen Hoppecke und Willingen befindet sich ein ausgedehntes, unbewohntes Waldgebiet, das zu stundenlangen Wanderungen einlädt.

 

 

Radfahren:

  • Talsohlen-Radweg von ca. 7 km Länge.
  • 2 km außerhalb des Dorfes beginnt die Briloner Hochfläche mit einer Vielzahl von Rad- und für öffentlichen Verkehr gesperrten Wirtschaftswegen.

 

Fliegen:

 

  • Segelflugplatz Brilon-Thülen 3 km

 

Surfen, Segeln:

 

  • Diemeltalsperre

 

Kanu:

 

  • Bei entsprechendem Wasserstand wird die Hoppecke alljährlich im Frühjahr nach der Schneeschmelze zu Kanufahrten Richtung Diemel-Weser benutzt.

 

Skiabfahrt:

 

  • Wintersportzentrum Willingen 13 km.

 

Skilanglauf:

 

  • Gespurte Loipen auch in Petersborn 3 km, sowie Schwalefeld 8 km.

Kirchen:

 

  • Katholische Kirche Mariä Heimsuchung; Hl. Messe wechselweise jeden Samstag oder Sonntag.
  • Evangelische Kirche; Gottesdienst alle 14 Tage samstags oder sonntags.


Gastronomie:

 

  • Hotel Domschänke, Ortsmitte an der Kirche
  • Haus Kemper auf dem Plattenberg, mit Rundblick auf das Hoppecketal und die Berge des Naturparks Diemelsee.
Bachlauf der Hoppecke in der Ortsmitte

Verkehrsanbindung:

 

Eisenbahn:

 

  • Linie Hagen-Schwerte-Warburg-Kassel.
  • Personenzug -Haltestelle im Ort.
  • Andere Züge bis Bahnhof Brilon-Wald, dann Bus oder Taxi.

 

Straßen:

  • Von Dortmund oder Kassel A44; von Bielefeld A33; bis Abfahrt
  • Wünnenberg. Danach B480 bis Brilon. Ab Brilon ca. 3 km die B251 Richtung Willingen/Korbach. Dann links abbiegen Richtung Hoppecke, 3 km.