Schwierige Zeiten - Schützen- und Schnadewesen in Brilon

Schwierige Zeiten - Schützen- und Schnadewesen in Brilon

eine Zeitreise im Hubertussaal der St. Hubertus Schützenbruderschaft 1417 Brilon   

 

Die Zeitreise geht weiter. Am 12. Februar um 18:30 Uhr eröffnen die Stadt Brilon, die St. Hubertus Schützenbruderschaft 1417 Brilon und der Briloner Heimatbund die Sonderausstellung über die Stadtgeschichte im 14. Jahrhundert. Die mittelalterliche Vergangenheit und jüngere Zeitgeschichte stehen dabei im Fokus.   

 

Erfolg führt zu Neid. Eine Binsenweisheit, die sich für die Stadtgeschichte Brilons bestätigt. Nachdem im Januar die Blüteperiode der Stadt im 13. Jahrhundert vorgestellt wurde, steht der Februar im Zeichen des Schützen- und Schnadewesens als Reaktion auf Konflikte und Krisen, die die Bürgerschaft ab dem Jahr 1400 erlitten.  

 

Dort wo heute die Schützenkultur lebendig ist, laden die Veranstalter alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu Eröffnung der Ausstellung ein. Spannende Vorträge und überraschende Erkenntnis erwarten die Gäste. Wer wusste schon, dass aus der Not geboren die wichtigsten kulturellen Besonderheiten der Bürgerschaft erwuchsen? Durch die Stadtrechte ermöglicht, gelang es den Menschen in der Stadt auch eine militärische Rolle im Sauerland zu spielen. Die Schützengilde und Stadtmiliz waren Antworten auf Fehden, Raubrittertum und Kriege. 

 

 Was heute eine sozialwichtige Kultur ist, war im Spätmittelalter eine ernste Angelegenheit. Die Schnade sicherte den territorialen Besitz des Magistrats und die Schützen können als erste Polizei verstanden werden. In den modernen Zeiten werden diese Traditionen weiter gepflegt. In der Gegenwart dienen sie jedoch der Nachbarschaftspflege und dem Erhalt des Gemeinsinns. Es gelang eine Transformation des Stadtkultur, die auch heute noch ihren Wert besitzt und von vielen Bürgerinnen und Bürger geschätzt wird.    

 

„Es gilt, nicht nur die alte Geschichte zu beachten, sondern auch immer wieder in die Gegenwart und Zukunft zu schauen. Was entstand aus der Geschichte? Welche guten und schlechten Entwicklung gab es, die auch heute noch eine Bedeutung für uns haben?" fasst Carsten Schlömer, vom Museum Haus Hövener für die Ausstellungsverantwortlichen zusammen. Neben der Stadtgeschichte wird daher auch die Schützenbruderschaft als Verein vorgestellt werden. Schließlich ist die Schützenbruderschaft bis heute ein wichtiger Bestandteil der regionalen Vereinskultur geblieben. Dem heutigen Gesicht der schützen ebenfalls einen Platz zu bieten, war für die Veranstalter daher eine Herzensangelegenheit.    

 

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei. Nach der Eröffnung können interessierte Gäste von Nah und Fern die Sonderausstellung im Hubertussaal von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr bis zum 18. Februar 2020 besuchen. Aus organisatorischen Gründen ist die Ausstellung nicht bis zum 28.02.2020, wie im Kalender angekündigt, geöffnet. Wir bitten um Ihr Verständnis. Weitere Informationen sind im Museum Haus Hövener unter Tel. 02961 963 99 01 oder per E-Mail (museum@haus-hoevener.de oder 800@brilon.de ) erhältlich..